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Die Jungs ohne Schlips und Kragen, die Mädchen nicht im
Kostüm. Obwohl elegan-te Kleidung bei Bewerbungs-gesprächen üblich
ist, haben die Neuntklässler des Gube-ner Pestalozzi- Gymnasiums
auf die schicke Schale ver-zichtet. Schließlich absolvie-ren sie nur
eine Generalpro-be für künftige „echte“ Bewerbungsgespräche.
Von Harriet Stürmer
Die
Bewerbungsprobe hat Lehrerin Ines Balthasar in Zusammenarbeit mit der
Allge-meinen Ortskrankenkasse (AOK) und dem Gemeinnützigen Berufs-bildungsverein Guben als Ab-schlussprojekt des WAT-Unterrichts (Werken-Arbeiten-Technik) vorbereitet. „Um den Schülern
den Weg ins Berufsleben zu erleichtern", sagt sie. Zwar wür-den die
meisten von ihnen Abitur machen, trotzdem könne es hilfreich sein, ihnen
bereits
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jetzt eine
reale Bewerbungssitua-tion zu verdeutlichen. Den theo-retischen Teil
haben ihre Schüler im WAT-Unterricht bereits absol-viert. Unter anderem
haben sie Bewerbungsmappen angelegt und spezielle Computer-Programme
erlernt. Nun kann es nicht scha-den, den Jugendlichen auch zu zeigen,
wie ein Vorstellungsge-spräch praktisch abläuft, sagt Ines Balthasar.
Dazu finden vier Tage lang im GBV-Gebäude an der Deulowitzer
Straße fingierte Bewerbungsge-spräche zwischen den Schülern und
GBV-Mitarbeitern statt. Warum sich die Jugendlichen aus-gerechnet für
diesen oder jenen Beruf interessieren, warum man sich schließlich für
sie entschei-den sollte, wie sie ihre Stärken und Schwächen einschätzen
das sind Fragen, auf die die Neuntklässler möglichst souverän antworten
sollen. Sara
Schichan (14) hat mit genau solchen Fragen gerechnet,
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sagt
sie. „Aufgrund der Vorbereitung in der Schule.“ Auch Nico Löffler (15)
hat sich sein Gespräch so vorgestellt. „Ich fand´s ganz gut.“ Im Anschluss an die Gespräche werden das Auftreten, die
Auffassungsgabe
und einiges mehr bewertet. Auch müssen die Jugendlichen an einem
Einstellungstest teilnehmen. Eine geschulte AOK-Mitarbeiterin überprüft
die Tests auf ihre Richtigkeit hin. Fragen zum Allgemeinwissen, die es
durchaus in sich haben, müssen in einer bestimmten Zeit beantwortet
werden. So müssen die Schüler etwa verschiedenen Bundesländern die entsprechende Hauptstadt zuordnen, berühmte Persön-lichkeiten
kennen oder Rechenaufgaben lösen. Und schließlich werden auch, die
Bewerbungsmappen ausgewertet – sollen sie den Schülern doch als
Visitenkarte für einen erfolgreichen Berufsstart dienen.
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