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Guben.
Noch 24 Stunden vor dem
1. Gubener Drachenbootrennen auf der Neiße wurden auf dem Grenz-gewässer
drei andere Paddelboote eingesetzt. 24 Stunden nach dem Tag der
offenen Tür im „Volkshaus“ handelte es sich bei dieser Paddeltour um die
neuste Aktion des Gemeinnützigen Berufs-bildungsvereins Guben.
Dessen Geschäftsführer Peter Weiß sowie vier Kollegen und eine Kollegin
testeten am 1. Mai die Paddelmöglichkeiten auf der Neiße. Zu Wasser
gelassen wurden die Boote an der Mühle in Groß Gastrose, und dann ging es
weiter in Richtung Neißewehr in Guben. Dort wurde umgesetzt zur
Unterneiße. Und weiter ging es vom einstigen Schlachthof nach Ratzdorf.
Rund fünf Stunden war das Paddeltrio unterwegs. „Es war einfach herrlich“,
schwärmt Peter Weiß. „Die Sonne und die Natur, die Vögel, die wir am Ufer
beobachten
konnten. |
Und wir hatten mehr mit dem Richtung halten zu tun als mit
Paddeln, denn die Strömung trieb uns kräftig voran.“
Ziel dieser Feiertagsaktion war es, neue Freizeitmöglichkeiten für die
Auszubildenden des Vereins zu testen. Die Idee dazu kam dem heute
51jährigen Peter Weiß schon vor drei Jahren. Damals erinnerte er sich an
eine Paddeltour, die ich ihn als 15jährigen mit seinem Lehrer von der
Malxe bei Peitz über die Spree zum Schwielochsee führte. Und ihm fiel
ebenfalls ein, dass die Boote damals in der Granoer Schule ausgeliehen
worden waren. Tatsächlich konnte er sie dort auch noch ausfindig machen
und mitnehmen.
Das Seetüchtigmachen erfolgte in mühevoller Kleinarbeit durch Lehr-linge
und Mitarbeiter des Vereins. |
Bereits zur
Saisoneröffnung 1998 konnte die Wassertüchtigkeit der Boote im Deulowitzer
See getestet werden. Und auf Jungfernfahrt ging das Bootsquartett mit
Auszubil-denden dann ebenfalls im Vorjahr auf die Spree.
Doch ehe die Paddelboote jetzt auf der Neiße zu Wasser gelassen werden
konnten., ging noch einmal gut ein halbes Jahr ins Land.
Bundes-grenzschutz, Zoll, Wasserschutz-behörde, Umweltamt und andere
Institutionen waren zu fragen, damit das Vorhaben letztlich auf dem
Grenzgewässer in die Tat umgesetzt werden konnte.
Inzwischen ist die Idee des Berufsbildungsvereins auch von der Gubener
Arbeitsgruppe Tourismus im Rahmen der Expo-Vorbereitungen aufgegriffen
worden. Wird das Paddeln auf der Neiße vielleicht bald zu einer Gubener
Touristenattraktion? |

Foto: LR
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