Ausbildungsauftakt mit Verspätung
Was bei Gubens Berufsbildungsverein neu ist
 

Lausitzer Rundschau
31. August 2007

Mit Verspätung wird am 17. September das Ausbildungsjahr beim Gemeinnützigen Berufsbildungsverein (GBV) in Guben beginnen. Grund für den späteren Start: Erst vor zwei Wochen hat der Verein die Zusage für die Ausbildung von Rehabilitanten bekommen. Geschäftsführerin Sabine Gesche blickt nun wieder optimistisch nach vorn.
Von THOMAS ENGELHARDT

Im Frühjahr habe sich der GBV an der Ausschreibung der Agentur für die Ausbildung von Rehabilitanten beteiligt, berichtete Ge-schäftsführerin am Mittwoch im städtischen Bildungsausschuss. Nach einigem Hin und Her habe der Verein nun vor kurzem die Zu-sage erhalten. Das habe mehrere positive Folgen, so Sabine Gesche. So habe der GBV keine Mitarbeiter kündigen müssen. Bei einigen Kollegen seien sogar befristete Verträge in unbefristete umge-wandelt worden. Mit der Zusage können nun laut Geschäftsführerin 102 Rehabilitanten ihre Ausbildung beim GBV in den Berufen Metallbauer, Holzbauer, Bau- und Metallmaler, Gartenbaufach-werker, Hauswirtschaftshelfer, Beikoch oder Helfer im Gastgewerbe aufnehmen. Insgesamt lernen beim GBV rund 700 junge Leute. Für einige ende allerdings heute mit den letzten Prüfungen die Ausbil-dung, so Sabine Gesche.

 

Mit dem Ausbildungsjahr 2007/08 werde es beim GBV einige Neuerungen geben. So liege dem Verein vom Eigenbetrieb Grund-sicherung des Kreises das Angebot vor, in Guben das Projekt Ein-stiegsqualifizierung für Jugendliche durchzuführen, sagte Sabine Gesche. Darin sollen für ein Jahr 30 junge Leute integriert werden, die noch nicht in der Lage sind, eine Ausbildung zu beginnen. Die Mädchen und Jungen sollen in Praktikumsbetrieben arbeiten, wäh-rend sie beim GBV zusätzliche Qualifikationen und eine sozial-ädagogische Begleitung erhalten, erläuterte Sabine Gesche.

 Zudem sei im Objekt an der Bahnhofstraße jetzt auch eine private Berufsschule integriert, die als so genannte genehmigte Ersatzschule fungiere. Statt im Oberstufenzentrum werden die Auszubildenden in dieser Schule unterrichtet, so die GBV– Chefin. Verstärkt engagieren wolle sich der Verein auch in puncto Berufsorientierung, beispielsweise in den Projekten der Stadt, die die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft betreffen. Überhaupt wolle sich der GBV in das Leben der Stadt einbringen, Unterstützung leisten, wie beispielsweise vor kurzem bei der Organisation der Folklorelawine. Auch die internationalen Kontakte sollen nach Aussagen von Sabine Gesche weiter gepflegt werden. Derzeit würden zum Beispiel Tischlerlehrlinge bei Partnern im tschechischen Bystrice weilen.