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Guben. Am
Wochenende richtet der Gemeinnützige Berufsbildungs-verein (GBV) in seiner
Ausbildungsstätte an der Bahnhofs-straße die 5. Brandenburgische
Jugendmeisterschaft der Helfer im Gastgewerbe des zweiten
Ausbil-dungsjahres aus Bildungseinrich-tungen der Benachteiligtenaus-bildung des gesamten Landes
Bran-denburg nahmen daran teil.
Nachdem bereits am Freitag die theoretischen Prüfungen abgelegt wurden,
wartet als Höhepunkt am Samstag ein selbst zubereitetes Menü an festlich
geschmückten Tafeln auf Teilnehmer und Gäste. „Wir wollen unsere Gäste
davon überzeugen, dass auch lernbehin-derte und benachteiligte
Auszubil-dende in ihren Berufen zu Großem fähig sein können“, erklärte
Christine Möller, Ausbilderin im GBV.
Die Aufgaben waren jedoch nicht einfach. Die Helfer im Gastgewerbe
mussten jeweils eine Tafel nach einem Märchen schmücken. Neben
Froschkönig, Schneewittchen, Rotkäppchen, tapferem Schneider-lein und
Dornröschen fühlte sich tatsächlich manch Gast wie im Märchenland. Die
Azubis bemühten sich , unter den wachsamen Augen der Jury
alles richtig zu machen. „ Bei mir wurde jedoch schon
einiges bemängelt“, sagte Cindy Schubert, Azubi im zweiten Lehrjahr im
Berufsbildungswerk in Potsdam ziemlich enttäuscht. |
Sie hatte sich die Sieben Zwerge ausgewählt und dekorierte
dement-sprechend mit viel Fantasie ihre Festtafel. „Obwohl ich alles so
gemacht habe, wie wir es gelernt haben, war es falsch.“
Viel Lob hatte Christine Möller für die gelungene Froschkönig-Deko von
Markus Höllmüller vom Berufs-bildungszentrum der Prignitzer Wirtschaft aus
Wittenberge übrig. „Hier stimmt einfach alles, die Farben sind perfekt
gewählt, das Geschirr steht genau an der richtigen Stelle“, sagte sie
aner-kennend.
In der Küche flossen mittlerweile einige Tränen. Während die einen ihr
Menü in den vorgegebenen vier Stunden nicht fertig stellen konnten, gelang
anderen die Zubereitung mit der Gelatine nicht, oder die Klöße zerfielen.
Jurymitglied Harald Stöckigt vom Jugendaufbauwerk Nauen beobachtete die
Beiköche bei ihrer Arbeit. „Das Menü ist für Beiköche recht anspruchsvoll
und damit eine besondere Herausfor-derung“, betonte er. Organisation im GBV.
Die Teilnehmer der Jugend-meister-schaft servierten den neugierigen und
beeindruckten Gästen als Vorspeise einen Geflügelcocktail mit Laugengebäck
und als Hauptgang Wildschwein-Braten mit
Rotwein-soße, Klößen und Apfelrotkohl. Auch dabei wurde sehr auf die Optik
geachtet, „denn das Auge isst ja mit“, erklärte Christine Möller. Jeder
Griff musste |

| Foto:
FOTO-Werner |
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Sebastian Rammin vom GBV (v.) sicherte sich den Sieg im Wettstreit der
Beiköche. Selbst Landrat Dieter Friese (l.) schien beeindruckt von den
Künsten des Auszubildenden zu sein. |
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stimmen, der Teller richtig platziert und der Wein richtig eingeschenkt
werden.
Bei der Nachspeise, einer Pistaziencreme mit Schokoladensoße,
hatten einige Beiköche die meisten Probleme. Die Creme war ihnen überhaupt
nicht gelungen. Aber noch haben sie einige Monate Zeit, die Tricks und
Kniffe der „großen“ Köche zu lernen. Die Beiköche und Helfer im
Gastgewerbe werden später den Köchen und den Kellnern sicher in nichts
nachstehen. Mario Melzer, Fachlehrer beim Bildungswerk in Potsdam,
schwärmte von den Gubener |
Auszubildenden. „Sie sind einfach herausragend
in Theorie und Praxis“, betonte er. Er war überzeugt, dass die Gubener
ganz vorn stehen werden.
Und damit behielt er letztlich Recht. Bei den Beiköchen siegte Sebastian
Rammin vom GBV vor Gordon Lohse aus Nauen und Tino Besler aus Neuenhagen.
Bei den Helfern im Gastgewerbe lagen mit Michael Raatz und Joseph Hilbrich
sogar gleich zwei Gubener ganz vorn. Cindy Lämmerhirt aus Potsdam wurde
Dritte. Beide Wanderpokale gingen somit an den GBV. |